GKV plant nach Einkommen gestaffelte Zusatzbeiträge
Die CDU hat bei Verhandlungen der Regierung zur weiteren Gesundheistreform offensichtlich einen neuen Kompromissvorschlag ausgearbeitet: Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenkasse sollen nach dem Einkommen gestaffelt werden.
In einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" heisst es, bis zu einem Einkommen von 1.400.- € soll der Zusatzbeitrag wie geplant weiterhin bei max. 1% des Beitrages liegen. Danach solle der Prozentsatz schrittweise auf 2,5% des Einkommens steigen - bis zur Höhe der Beitrags-bemessungsgrenze von 3.750.- €. Für "Gutverdiener" läge somit der maximal mögliche Zusatzbeitrag bei ca. 93.- € monatlich.
Zur Zeit verhandeln die Koalitionsspitzen um ein Paket aus Einsparungen und zusätzlichen Einnahmen, um das für 2011 drohende Einnahmedefizit der gesetzlichen Kassen von bis zu 11 Milliarden € abzufangen. Etliche Kassen stecken bereits jetzt massiv finanziell in der Klemme.
Kommentar:
Ist es Ihnen aufgfallen? - vor wenigen Wochen habe ich berichtet, dass über "Zusatzbeitrag ja/nein" gesprochen wurde. Mittlerweile reden wir nur noch über "Wie hoch wird er sein".
So richtig kann ich hier keine langfristig tragfähige, sinnvolle Reform erkennen. Eher das krampfhafte Bemühen, aus irgendeiner Quelle noch ein paar € in die chronisch leeren Kassen zu bekommen. Die Frage nach der langfristigen Perspektive und Planbarkeit bei einem freiwilligen Verbleib in diesem System mag sich jeder selbst beantworten.
Kategorie: Private Krankenversicherung
Tags: Gesetzliche Krankenversicherung, GKV

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