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ARAG Krankenversicherung verzichtet auf ASSEKURATA Folge-Rating

Wie die ASSEKURATA Rating Agentur in einer Pressemitteilung (siehe Anhang) schreibt, verzichtet die ARAG Krankenversicherung darauf, für das erstmals in 2006 erfolgte Rating ein im Jahre 2010 erforderliches Folgerating durchführen zu lassen. Damit darf die ARAG Krankenversicherung seit dem 24.08.2010 das Rating in der Öffentlichkeit nicht mehr benutzen.

In der gleichen Pressemitteilung werden durch ASSEKURATA ausserdem einige Kennzahlen der ARAG Kranken ausgewiesen, die auf eine eher unterdurchschnittliche Entwicklung im Jahre 2009 schließen lassen.

Im Erstrating 2006, ebenso wie im Folgerating 2009 hatte ASSEKURATA der ARAG noch eine "gute Unternehmensqualität" bescheinigt.

Mein Kommentar:

Auch wenn die ARAG aus verschiedenen Gründen nicht gerade zu meinen Favoriten gehört, habe ich doch Respekt vor diesem Schritt der Gesellschaft: Endlich ein mutiges Unternehmen, das diesem ganzen "Rate - Unwesen" eine Absage erteilt. Dass jetzt unterdurchschnittliche Kennzahlen in der Pressemitteilung gleich mit veröffentlicht werden, hat für mich den Anschein einer "Retour-Kutsche": Du willst für mein Rating nicht bezahlen, also schreib ich Negatives über Dich.

Bei genauer Betrachtung stellen sich mir allerdings noch andere Fragen:Wenn eine Gesellschaft von 2006 - 2009 ein gutes Ratingergebnis vorzuweisen hat, in 2010 aber unterdurchschnittlich agiert...welche Schlüsse soll ich als Verbraucher oder Vermittler (für die ja ein solches Rating angeblich so nutzbringend ist) daraus ziehen? Gute oder schlechte Gesellschaft, nutzloses Rating...? Wer hat davon profitiert, dass ARAG in der Vergangeheit mit Gut bewertet wurde? Schadet es irgendjemandem, wenn die ARAG jetzt nicht mehr gerated ist - ich meine, ist die Gesellschaft dadurch jetzt schlechter oder besser? (Immerhin spart sie ja nun das sicherlich nicht unbedeutende Honorar für die Agentur...geht also sparsamer mit Kundengeldern um..)

"Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing?" oder "Wer rated die Rater?"

Meine Empfehlung: Anstatt sich an irgendwelchen Sternchen, Kochlöffelchen oder was immer sonst verteilt wird, zu orientieren, sind Kunden bei ihrer Suche nach dem richtigen Versicherungstarif besser beraten, sich an das zu halten, was dauerhaft (notfalls gerichtlich einklagbar!) in den Vertragsbedingungen schriftlich festgehalten ist - alles andere ist morgen schon "Schnee von gestern".

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