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Sozialhilfeempfänger bekommen PKV bezahlt

18. August 2009 | Private Krankenversicherung

(ac) Sind Sozialhilfeempfänger privat krankenversichert, muss der Sozialhilfeträger auch die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung übernehmen. Dies hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg in zwei Eilverfahren entschieden. Bislang hatten die zuständigen Träger die Beiträge „gedeckelt“ und nur die Kosten übernommen, die für einen gesetzlich versicherten Bezieher von Arbeitslosengeld II anfallen. Auf dem Differenzbetrag blieben die Sozialhilfeempfänger sitzen. Diese Praxis finde im Gesetz keine Stütze, entschied nun das Landessozialgericht Baden-Württemberg mit Beschlüssen vom 30.06.2009 und 08.07.2009. Dem Gesetzgeber sei bewusst gewesen, dass insoweit eine Regelungslücke bestehe; das Problem sei allerdings vor dem Hintergrund der fehlenden politischen Einigungsmöglichkeiten nicht gelöst worden. Dem Versicherten als schwächstes Glied in der Kette könne es nicht zugemutet werden, die Folgen dieser gesetzgeberischen Unzulänglichkeit zu tragen. Diese könnten nicht nur in der Beschränkung der Versorgung auf eine Notversorgung bei akuten Erkrankungen, sondern auch darin bestehen, dass die Versicherung mit möglichen Beitragsrückständen gegenüber dem Versicherten aufrechne, der jedoch ohnehin schon mit dem Existenzminimum auskommen müsse. Jedenfalls in den zur Entscheidung gestandenen Eilverfahren wurde der Grundsicherungsträger daher verurteilt, die vollen Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung zu übernehmen. LSG Baden-Württemberg, Az.: L 2 SO 2529/09 ER-B und L 7 SO 2453/09 ER-B

Achtung: Zwischenzeitlich erging hier vom Landessozialgericht Sachsen-Anhalt ein anderes Urteil! Siehe mein Beitrag vom 02.06.2010


Gesundheitsfonds: Erste Krankenkasse verlangt Zusatzbeitrag

19. August 2009 | Private Krankenversicherung

Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) erhebt als erste Krankenkasse in Deutschland von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag. Danach sollen die 30.000 Mitglieder der GBK einen Zusatzbeitrag von je acht Euro pro Monat zahlen. Das Gesundheitsministerium sieht diese Entwicklung gelassen.

Unser Kommentar:
Nicht wirklich eine Überraschung..oder? Jede Wette: in spätestens 2 Jahren werden ALLE Kassen diesen Zusatzbeitrag einfordern


Gesetzliche Krankenkassen - Erpressung nach Rezept

Die Krankenkassen wollen die Verunsicherung der Menschen ausnutzen und die Beiträge erhöhen. Die Politik sollte sich nicht darauf einlassen.

Plünderer nutzen Katastrophen, um über fremdes Eigentum herzufallen. Wenn nun die Krankenkassen aufgrund der Schweinegrippe Sonderzuschüsse vom Bund verlangen, versuchen sie nichts anderes: Sie wollen mithilfe eines gefühlten Ausnahmezustands den Steuerzahler ausnehmen.