Konkrete Verweisung

Worum geht es? Angenommen, Sie sind berufsunfähig in Ihrem zuletzt ausgeübten Beruf und beziehen Ihre versicherte BU-Rente. Sie üben aber freiwillig eine andere Tätigkeit aus, oder arbeiten (gegen ärztliches Anraten) in Ihrem alten Beruf weiter. Jetzt prüft der Versicherer die Möglichkeit einer konkreten Verweisung: Ist die neue, konkret ausgeübte Tätigkeit mit dem alten Beruf vergleichbar? (Vergleichbar bedeutet u.a. bzgl. Ausbildung, Erfahrung, Verdienst, Aufstiegs-möglichkeiten, soziales Image etc.) Wenn ja, stellt er die Leistung ein. In guten Vertragsbedingungen ist daher geregelt, dass die Möglichkeit einer konkreten Verweisung erst dann geprüft wird, wenn das neue Einkommen mindestens 80% des vorherigen Einkommens beträgt.

Achtung Fallstrick:
Fehlt diese klare Regelung, kann als Folge ein Rechtsstreit entstehen, wieviel Einkommensminderung Sie im Falle einer konkreten Verweisung hinzunehmen haben.

Vergleiche auch Abstrakte Verweisung